Ulzana

Ulzana

★★★ +++

  • Jahr: 1974
  • Regie: Gottfried Kolditz
  • Darsteller: Gojko Mitić, Rolf Hoppe, Renate Blume, Colea Răutu, Amza Pellea, Alfred Struwe, Hannjo Hasse, Fred Delmare...

Story

Apachen-Häuptling Ulzana (Gojko Mitić) und seine Krieger haben es ein paar Jahre nach den Geschehnissen in „Apachen“ geschafft, in ihrem Reservat ein funktionsfähiges Bewässerungssystem zu bauen und sind nun nicht mehr auf die regelmäßigen Lebensmittellieferungen der Regierung angewiesen. Das stört die „hohen Tiere“ um Bürgermeister Aldrigton (Alfred Struwe) im nahegelegenen Tucson, die jahrelang die Gelder und Geschenke der Regierung kassiert hatten, um sie sich in die eigene Tasche zu stecken und den Indianern nur minderwertige Waren zu liefern. Also handeln sie, indem sie die Bewässerungsanlage sprengen und die Ureinwohner mit Hilfe eines Freundes aus Washington (Hannjo Hasse) in ein neues, unfruchtbares Reservat umsiedeln lassen. Ulzana lehnt sich mit seinen Kriegern um den alten Nana (Colea Răutu) gegen diese Unverschämtheit auf und flüchtet mit seinem gesamten Stamm nach Mexiko, wohin ihn die amerikanische Kavallerie unter der Führung des den Apachen eigentlich wohlgesonnenen General Crook (Amza Pellea) nicht weiter verfolgen kann. Nur seine Frau Leona (Renate Blume) kann er nicht mitnehmen, da diese zuvor von dem hinterhältigen Captain Burton (Rolf Hoppe) gefangen genommen wurde. Erst als er seine Leute in Sicherheit weiß, kehrt er zurück, um diese zu befreien. Leider aber ist Burton schneller, erschießt Leona und flüchtet. Natürlich aber entkommt er Ulzanas Rache nicht.

Worte zum Film

super unterhaltsame sowie historisch meist korrekt für die Indianer eintretende Back-To-The-Roots-Action-Western-Story; wackelnder Hauptdarsteller gegen einen genialen Antagonisten; durchschnittliche Regie, nervige Musik; im besten Sinne wieder ein „typischer“ DEFA-Western

Bewertung

Zum Film:

Ich bin ja ein großer Fan der DEFA-Indianerwestern, aber eine Fortsetzung zu „Apachen“? Hätte ich nach diesem nun wirklich nicht schlechten, aber gemessen an den meisten anderen seiner „Kollegen“ eben auch nicht gerade überfliegenden Streifen nicht gebraucht. Und dass meine, am Ende des zugehörigen Reviews geäußerte Hoffnung, „Ulzana“ möge dann aber doch viel besser sein, erfüllt werden würde, hatte ich natürlich nicht wirklich gedacht. Aber manchmal wird man dann eben doch positiv überrascht. Denn Gottfried Kolditz‘ dritte und letzte Pferdeoper ist ein richtiger „Zurück-zu-alter-Stärke-Film“ (das trifft zwar leider nicht auf den Regisseur selbst zu, aber dazu später mehr). Nach dem sich mehr und mehr dahinschleppenden „Apachen“ ist er – man ist geneigt zu sagen endlich – wieder ein richtiger Action-Western mit dem Anspruch, den amerikanischen Ureinwohnern eine Stimme zu geben. Und für genau solche Filme haben wir die DEFA schließlich schätzen gelernt.

Und könnte man ob des sehr ruhigen (wenngleich eindeutig stimmigen!) Beginns auch erst noch den Eindruck gewinnen, hier hätten die Beteiligten genau dort weitergemacht, wo sie beim Vorgänger aufgehört hatten, so wird man seine Befürchtungen recht schnell widerlegt finden. „Ulzana“ ist eine komplett andere Kiste – und fühlt sich dann auch ganz anders an. Tatsächlich fällt einem selbst die inhaltliche Verbindung zu „Apachen“ nicht so ganz leicht. Zwar schlüpft unser aller Liebling Gojko Mitić ganz offensichtlich wieder in die Rolle des dieses Mal sogar namensgebenden, fiktiven Apachen-Führers, aber mit dem gebrochenen, rachsüchtigen Mann, den er ein Jahr zuvor mimte, hat dieser ebenso offensichtlich nichts mehr zu tun. Der ist dauergrinsend unterwegs und damit zu Anfang schon ein wenig irritierend. Gut, lernen wir dann seine neue, sehr hübsche Frau Leona, verkörpert von der sehr gut aufgelegten Renate Blume, kennen, scheint das immerhin kein Wunder mehr zu sein. Aber auch das neue Stammterritorium sieht ganz anders aus, was verwundern muss, sobald man erfährt, dass es die Indianer hier tatsächlich fertiggebracht haben, eine Bewässerungsanlage für ihre Felder zu bauen. Dann dürften sie sich über die Jahre (?) doch eigentlich nicht großartig bewegt haben, oder? Aber dieser Beitrag spielt ja auch in Arizona und sieht daher auch landschaftlich anders aus, während ich den Vorgänger in meinem Kopf die ganze Zeit in New Mexico verortet hatte. Ein Irrtum? Nun, der Ort Santa Rita wird zwecks Wiedererkennung unbedingt ins Drehbuch geprügelt, aber so richtig ins Bild passen will er hier nicht und kriege ich diese beiden Werke daher auch nicht so wirklich in Verbindung miteinander gebracht. Im Endeffekt ist das aber alles ziemlich Banane, vielleicht sogar hilfreich, da sich „Ulzana“ so vollumfänglich wie ein eigenständiger Film anfühlt und es als solcher vielleicht noch einfacher hatte, mein Herz zu erobern. Einzig ärgerlich daran vielleicht die Tatsache, dass es „Apachen“ von dieser Warte aus betrachtet nun überhaupt gar nicht gebraucht hätte, aber lassen wir das endlich.

Denn egal wie man den Vorgänger und die hierin enthaltenen, ganz schwachen Referenzen auf ihn auch finden mag, „Ulzana“ selbst zieht einen mit einem Tempo, das wir in einem DDR-Western zuletzt in „Weiße Wölfe“ gesehen haben, sowie einer interessanten Geschichte um das in der Regel ja recht unbesungene Schicksal der Apachen vor den großen Apachenkriegen sofort in seinen Bann. Zwar wird inhaltlich nicht viel Neues geboten (das alte Lied von den gierigen, weißen Geschäftsleuten, die sich an den Indianern bereichern), aber das Ganze ist so kurzweilig aufgezogen, dass man darüber kaum nachdenken kann und noch viel weniger will. Darüber hinaus haben die erneut ebenso als Drehbuchautoren in Erscheinung tretenden Gottfried Kolditz und Gojko Mitić unter abermaliger Zuhilfenahme ihres Dramaturgen Hans-Joachim Wallstein ihre Story mit einigen sehr interessanten Anekdoten wie dem Arztbesuch in einer mexikanischen Stadt (keine Ahnung, aber das ist auch einfach gut umgesetzt; der beeindruckt mich immer wieder) oder unerwarteten Wendungen (Spoiler) wie dem von mir nicht für möglich gehaltenen Absturz des Freundes aus Washington (Hannjo Hasse) mit der Postkutsche (visuell ebenfalls beeindruckend) (Spoilerende) aufpoliert und sorgen so immer wieder für wohlige Aha-Momente.

Der Härtegrad ist dabei im Vergleich mit „Apachen“ wieder um einiges zurückgeschraubt worden, hätte aber zum Grundtenor dieses Streifens, der nicht halb so apokalyptisch ist wie sein Vorgänger, auch nicht gepasst. Schade nur, dass man in diesem Zusammenhang auch den Ausgang der Ereignisse ein wenig begradigt hat. „Ulzana“ tut nie so richtig weh; alle Situationen, die im ersten Moment brenzlig aussehen, lösen sich dann schnell in Wohlgefallen auf (eine lebensbedrohliche Verletzung des Nantans inklusive). Beispielhaft seien hier Leonas Erlebnisse genannt. Vor allem ihre Fast-Vergewaltigung durch vier (oder fünf?) Männer lässt einen regelrecht zusammenzucken, bevor sich alle Parteien (und auch man selbst) dann völlig unerwartet wieder entspannen können. (Spoiler) Umso schmerzvoller, weil komplett unerwartet, trifft einen dann jedoch ihr Tod am Ende. Zwar erscheint es mir ziemlich unwahrscheinlich, dass Mitić und Kolditz genau auf diesen Effekt abzielten als sie den Rest so gefällig gestalteten, aber falls doch, wäre es ihnen hervorragend geglückt.

Schade nur, dass der Regisseur auch diesen entscheidenden Moment inszenatorisch versiebt. Denn während Leona noch in den letzten Atemzügen liegt und unserem Helden etwas zuhauchen möchte, setzt mit einem Mal die Musik ein, schneidet ihr das Wort ab und danach wird auch schon ganz weggeschnitten. Ganz zu schweigen davon, dass sich auch die folgenden, kaum mehr als halbherzig zu nennenden letzten Akte mehr wie Bonusszenen denn wie ein echtes Ende anfühlen. Vielleicht hätte man einfach mal darüber nachdenken sollen, ob der überaus bedrohliche, weil so lebensecht verletzlich wirkende Schurke in diesem Fall den Streifen überleben und noch einmal zurückkehren sollte. Das wäre echt mal eine Hausnummer gewesen. Aber man wollte wohl nicht nur nicht noch einen Apachen-Western drehen, sondern auch das nach diesem Hammer nach Rache lechzende Publikum befriedigen. Nachvollziehbar, aber schade. (Spoilerende) Wie dem auch sei, ich schreibe deswegen „auch versiebt“, weil Kolditz hier zum letzten Mal innerhalb der „Indianerfilm-Reihe“ der DEFA  beweist, dass er zu Unrecht als einer der größten Regisseure der damaligen DDR gefeiert wird. Denn dieses „Abhacken“ von Szenen hat weiterhin durchaus System bei ihm. Generell setzt er wie seinerzeit bei „Spur des Falken“ bereits festgestellt mehr auf schnelle Schnitte denn auf einen gut ausgeführten Effekt/Stunt, was seinen Werken aus meiner Sicht etwas Beliebiges verleiht. Darüber hinaus ereignen sich Fauxpas wie die Nichtsynchronisierung von Gesprächsteilen (unglaublich auffällig bei Hoppe, wenn er mit Leona die Schenke in Tucson betritt), die auf diesem Niveau durchaus vermeidbar gewesen wären und das Bild von einer gewissen Laissez-faire-Einstellung abrunden.

Dazu passt seine ebenfalls nicht fehlerfreie Schauspielerführung. Während mir vorher unbekannte Leute wie Amza Pellea als General Crook sowie Alfred Struwe als gieriger Politiker z. B. einen sehr engagierten, guten Job machen, darf Fred Delmare zum wiederholten Male völlig freidrehen, was der Ernsthaftigkeit nicht gerade zugutekommt. Bloß gut, dass seine Rolle hier kaum der Rede wert ist. Viel entscheidender ist aber Witzbold Nummer zwei, Colea Răutu, der zwar wesentlich besser zu ertragen ist, nach dem zehnten Joke dann aber auch so langsam seinen Kredit verspielt hat und anfängt einen zu nerven. Immerhin soll dieser Streifen als solcher offensichtlich generell nicht so bierernst genommen werden wie „Apachen“, sodass man das nicht gut finden muss, aber verschmerzen kann. Warum sich allerdings auch Gojko Mitić, ansonsten die Seriosität in Person, von der allgemeinen Lockerheit anstecken lassen musste und Kolditz ihm das auch noch durchgehen ließ, erschließt sich mir nicht. Der ist eine einzige Grinsekatze hier, wird heftig angeschossen, steht zwei Szenen später wieder putzmunter auf der Zeltmatte, lacht den alten Nana an als wäre der folgende, logische Ausflug zur Kavallerie ein Sonntagsspaziergang, nur um dann im Fort mit einem Male einen auf ganz ernst zu machen. Tatsächlich hat er mir im Vorgänger da wesentlich besser gefallen. Absolut herausragend ist dagegen Rolf Hoppes Auftritt hier. Der spielt sein fieses Arschloch so unfassbar greifbar menschlich, weil nachvollziehbar verletzlich und eigentlich feige, dass ich mich festlegen wollen würde, dass dies seine beste Leistung für die DEFA in einem Western darstellt. Und er ist mit Sicherheit der bedrohlichste, fieseste Schurke der Reihe. Viel besser als Milan Beli in „Apachen“ und sogar stärker als Rolf Römer in „Tecumseh“. Genial! Last but not least soll natürlich auch Renate Blume noch einmal Erwähnung finden, die hierin nicht nur gut aussieht, sondern das auch sehr gut meistert. Selbstverständlich hat sie einen kleinen Vorteil gegenüber ihren Vorgängerinnen, weil sie endlich mal keine „richtige“ Indianerin, sondern eine Mexikanerin darstellen muss, aber das ist ja kaum der Rede wert. Sie hätte das definitiv öfter machen dürfen.

Warum sie eine Mexikanerin mimt? Weil auch Mangas Coloradas, das historische Vorbild des hier fiktiven Ulzana, irgendwann eine solche ehelichte (tatsächlich gab es ja auch einen echten Apachen namens Ulzana und tatsächlich war dieser auch ein kleiner Anführer, aber seine Geschichte findet sich dann vielleicht doch eher in Robert Aldrichs „Ulzana’s Raid“ wieder; hier passt er als Vorlage schlecht, nicht nur wegen seines zeitlich wohl viel späteren Wirkens). (Ob seine Frau Mangas Coloradas wirklich einen blinkenden Sattel schenkte, den er aus diesem Grunde ritt, ohne die Steigbügel zu benutzen, wage ich zwar ganz stark zu bezweifeln, aber das ist eben das verspielte Element in „Ulzana“.) Und nicht nur diesbezüglich blieb man wie so oft dicht an der damaligen Wahrheit. Auch ein Bewässerungssystem hatten die Mimbreños seinerzeit bereits entwickelt (ob sie damit wirklich Melonen anbauten, keine Ahnung). Ebenso werden die historischen Umstände um den „Siedlungszustand“ der Indianer sowie die andauernden Streitigkeiten zwischen den USA und Mexiko aus meiner Sicht gut dargestellt und stimmig mit eingebunden. Auch von dieser Warte aus betrachtet also mal wieder eine richtig starke DEFA-Pferdeoper. Man könnte ihr höchstens erneut vorwerfen, in Bezug auf die Darstellung der Ereignisse wieder zu sehr pro Ureinwohner eingestellt zu sein. Denn diese werden erneut ein wenig zu einsichtig und lieb dargestellt. Wo hintergangene und daher zu Recht erzürnte Apachen in echt damals (im Übrigen hüben wie drüben) richtige Massaker anrichteten, begnügen sich die „Roten“ hier damit den Soldaten (und nur diesen!) ein paar Pferde und Waffen abzunehmen. Ganz ohne Blutvergießen und immer mit einem Augenzwinkern. Ganz so war’s in echt dann wohl doch nicht. Aber vor dem Hintergrund, dass ich solcherlei Geschichtsverdrehung den guten Vertretern der klassischen Periode ebenso wenig ankreide, will ich auch nicht mehr, als das hier einmal erwähnt zu haben. Zudem versucht man durch das Einbinden des als Indianerfreund bekannten Generals George Crook dieses Mal auch eindeutig, auch die bemühte Seite der Weißen darzustellen (wenngleich der in Wirklichkeit wohl auch erst ein wenig später in Arizona gewirkt haben dürfte, aber das ist dabei ja nun wirklich über). Und außerdem ist das Abenteuer, das man um diese Ausgangslage herum gestrickt hat, einfach extrem unterhaltsam und von daher darf das auch genau so sein (von der „ausgleichenden Gerechtigkeit“ mal ganz abgesehen ;) ).

Und so ist die einzige wirkliche Schwäche, die „Ulzana“ offenbart, am Ende mal wieder nur die gerade zu Beginn extrem nervige Musik von Karl-Ernst Sasse. Ist das damals keinem aufgefallen, dass man davon  einen Tinnitus bekommt? Ansonsten aber kann man die schwächeren, teils gar komödiantischen Leistungen von einigen Beteiligten inklusive des mäandernden Hauptdarstellers sowie die ebenfalls nicht gerade brillante Regie von Gottfried Kolditz hier aber eindeutig verschmerzen. Zwar kosten ihn gerade diese Unachtsamkeiten am Ende wohl den vierten Stern, aber bei dieser kurzweiligen und noch dazu in diesem Tempo vorgetragenen Geschichte mit historischem Hintergrund kann man sich damit sowieso nicht lange beschäftigen. Und so ging die DEFA mit „Ulzana“ nach mal mehr und mal weniger gelungenen Ausflügen in ruhiger erzählte Gefilde zurück zu ihren Actionwestern-Wurzeln, was mir extrem viel Freude bereitet hat. So hätte „Apachen“ doch auch mal aussehen können… Blöd nur, dass man seinen Nachfolger so, wie er geraten ist, dann auch komplett eigenständig schauen und verstehen könnte – da hätte es den 1973er-Stoff wie gesagt so gar nicht gebraucht. Aber wer weiß, ohne wäre man vielleicht nicht auf die Figur des Ulzana gekommen und nun ist es ja auch nicht mehr zu ändern. Gucke ich mir in Zukunft diesen Beitrag einfach alleine an. Davon darf es jetzt dann gerne wieder mehr geben!

Übrigens: Keine Ahnung, ob man bewusst darauf gesetzt hat, aber in „Ulzana“ setzt auch die DEFA (im Rahmen ihrer „Indianerfilme“) ein erstes, zaghaftes Mal auf nackte Haut. So darf auch Gojko Mitić seinen nackten Hintern mal in die Kamera halten sowie seinen stattlichen Körper einschmieren und in der Taverne von Tucson gibt es sogar einen waschechten Busenblitzer zu bestaunen – also so was… ;)

Zur DVD:

Ich habe mir seinerzeit die komplette „Gojko Mitić – Sammleredition“ von Icestorm Entertainment gekauft (insgesamt drei Boxen à vier Streifen). Dieser Film ist in der „Vol. 1“ zu finden, zusammen mit „Die Söhne der großen Bärin“, „Tecumseh“ und seinem Vorgänger „Apachen“ (eine sehr eigenwillige Zusammenstellung, ich weiß). Tatsächlich liegt auch diesem ein zweiseitiges Booklet mit Hintergrundinformationen bei. Darüber hinaus ist aber natürlich mal wieder nichts zu wollen. Fotogalerien, dieser „DEFA Indianer Trailer“, den wir schon kennen, und die obligatorische Bio- sowie Filmografie von Hauptdarsteller Mitić – sonst nix. Ich rate natürlich auch hier wieder zur BD.

Zur BD:

Um das Ganze wieder in einem Rutsch abzufrühstücken, habe ich mir erneut die BD-Box von Icestorm Entertainment zugelegt. Diese firmiert unter dem erneut sehr sperrigen Titel „Gojko Mitić – Alle DEFA-Indianerfilme Gesamtedition“. In ihr sind dann selbstredend alle zwölf klassischen Indianer-Western der DEFA enthalten. Jeder in seinem eigenen Amaray, wie sich das gehört. Und das sieht auch alles ganz schick aus und hat, ähnlich wie die „Karl May Klassikeredition“ der Universum, dann den einzigen Nachteil, dass man schon ein wenig aufpassen muss, dass einem bei der Entnahme nicht gleich die ganze Box entgegengerutscht kommt, gerade wenn man einen Streifen aus der „Mitte“ sehen will. Diese Scheibe kommt dabei mit einem wirklich guten Bild und Ton daher. Das kann man durchweg genießen. An Bonusmaterial ist wie so oft nur ein einziges Interview enthalten, aber dieses – geführt mit Hans-Uwe Wardeck – ist dafür dieses Mal dann immerhin eine Viertelstunde lang und außerdem erneut sehr nett anzusehen. Der gute Mann hat ein paar nette Anekdoten parat und ist darüber hinaus auch sehr engagiert (ob er den Federschmuck aufsetzen musste, sei aber mal dahingestellt ;) ). Erneut also eine runde Sache, die ich nur weiterempfehlen kann und die man sich am besten wohl in der Komplettbox zulegt.

Zitate

[als die Indianer der Armee ihre neue Bewässerungsanlage vorführen, haben sie für ihre Gäste natürlich auch ein üppiges Buffet vorbereitet, dass Leona Captain Burton artig vorführt] „Alles echte Apachenrezepte – aber Sie sind Mexikanerin, stimmt’s?“ – „Ja, woran haben Sie das gemerkt, Captain?“ – „Haben Sie schon mal einen Goldnugget zwischen Bachkieseln gesehen?“(Captain Burton hat bereits ein bewegtes Berufsleben hinter sich)

„Unser Hunger ist mehr wert als unsere Skalpe…“(Nana hat gerade ein (neues) Geschäftsmodell entdeckt)

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