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Ich glaube für fast jeden Betreiber einer Seite für Online-Filmrezensionen (von denen es ja etliche gibt ;D) kommt irgendwann einmal der Tag, an dem er gerne einen Streifen einpflegen würde, der eigentlich gar nicht in die zuvor von ihm gewählte(n) Kategorie(n) passt. Und dann muss er sich die Frage stellen „Lasse ich diesen Text jetzt weg oder erweitere ich mein Angebot um eine weitere Kategorie, auf dass ich den dann doch nehmen kann?“. Und in der Regel wird er dann wohl die letztgenannte Option wählen, weil er seine Arbeit und die Filme liebt und folglich nicht aufgrund etwaiger, selbstauferlegter Zwänge darauf verzichten will. Das wäre ja auch noch schöner.

Für mich, der ich diese Seite ja schon eine ganze Weile länger geplant habe als sie besteht, stellte sich diese Frage relativ fix, denn irgendwann guckt man immer seinen ersten sogenannten Western, von dem man sich gleich vom Start weg denkt „Also der Streifen mag ja viel sein, aber eine Pferdeoper ist er ganz bestimmt nicht.“. Eines der prominentesten Beispiele heutiger Zeit dafür ist mit Sicherheit Tommy Lee Jones‘ „The Three Burials Of Melquiades Estrada“. Über den liest man ja ständig irgendwo, er sei ein moderner Western. Aber auch Werke wie „Lone Star“ (von John Sayles) oder „Hi-Lo Country“ wollte mir meine Fernsehzeitung damals immer als Western verkaufen und zumindest bei Letzterem ist dieses Genre sogar im OFDb-Eintrag dazu aufgeführt. Alle drei Filme eint die Tatsache, dass sie zwar mehr oder weniger Elemente einer klassischen Pferdeoper aufweisen, aufgrund der Zeit, in der sie spielen (die jeweils weit nach der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert zu verordnen ist), aber für mich keine Western mehr sein können. Alles was nach 1920 spielt, kann in meinen Augen wirklich nur in Ausnahmefällen (s. beispielsweise „Blackthorn“) als Pferdeoper durchgehen. Dementsprechend stellte sich früh die Frage: Wohin nun mit diesen „Doch-nicht-Vertretern“? Übergehen wollte ich sie nicht, aber dafür einen extra Artikel mit Storyangabe, DVD-Review, Zitaten und allem Zipp und Zapp zu erstellen, erschien mir dann doch auch wesentlich übertrieben. Und so kam mir schnell die Idee, dieses Lexikon um ein paar Extra-Kategorien zu erweitern, die ganz eng mit dem Western verknüpft sind und über die daher sowohl ich gerne etwas schreiben würde als auch ihr hoffentlich gerne etwas darüber lesen würdet.

Neben der Rubrik „Western, die keine sind“ soll es daneben zum Beispiel auch um Bürgerkriegsfilme gehen. Schließlich ist fast kein Thema so eng mit dem Wilden Westen verknüpft wie der Bruderkrieg der Vereinigten Staaten, der quasi so mitten rein fiel in die Zeitspanne, in der ein „richtiger“ Western spielen kann. Unzählige Pferdeopern haben sich daher dieses Themas angenommen; einige echte Klassiker sind darunter. Wenn nun aber diese Streifen relativ neu sind und/oder sich nur um eine Schlacht drehen wie etwa „Glory“ oder „Gettysburg“ (und nicht noch irgendein Cowboy-, Wilder-Westen- oder ähnliches Thema drumherum anschneiden), dann sind das ja keine Bürgerkriegs-Western mehr, sondern nur noch reine Kriegs-(eben Bürgerkriegs-)Filme. Da diese deswegen aber nicht minder interessant sind, sollen auch sie hier ihren Platz bekommen.

All diese Kategorien (es werden auch noch mehr dazukommen, versprochen) sind vorerst nur geplant und werden nach und nach von mir eingeführt werden, sobald ich mir mal wieder einen entsprechenden Streifen vornehme und bewerte. Dies geschieht je nachdem wie ich Zeit und Lust habe, schließlich ist mir der Hauptteil dieses Lexikons doch um einiges wichtiger. Das heißt im Klartext: Für diesen Teil wird es auch keine regelmäßigen Updates geben. Nichtsdestotrotz werde ich einen neuen Eintrag hier genauso über die Startseite in einem Beitrag publik machen wie die sonstigen Eintragungen auch. Ansonsten könnt ihr auf dieser Seite jeweils sehen, welche Kategorien es bereits gibt und diese natürlich auch entsprechend anwählen. Auf der Startseite einer jeden Rubrik findet ihr dann jeweils eine kurze Begründung, warum es gerade diese auf diese Seiten geschafft hat sowie eine ebenso kurze Erläuterung, welche Streifen sich in dieser denn nun genau verstecken.

Für die Bewertungen selber gilt: Während ich bei meinen Reviews im Hauptteil dieses Lexikons durchaus Wert auf ein einheitliches Erscheinungsbild lege, gibt es hier keine formellen Zwänge, die ich mir auferlege. Grundsätzlich habe ich – wie oben bereits angeklungen sein dürfte – nicht vor, diese Filme auch noch mit Stabs- oder Inhaltsangaben, „Worten zum Film“, DVD-Reviews oder Zitaten zu belegen. Wenn ich da mal wirklich Lust drauf haben oder es mir aus irgendeinem Grunde wichtig erscheinen sollte, werde ich das tun, ansonsten gibt es zu diesen Streifen nur die nackte Kritik. Diese kann ebenso lang wie sonst ausfallen, kann aber auch wesentlich kürzer sein. Wenn mir zu einem Werk in diesem Teil nicht mehr als zwei Absätze einfallen sollten, dann werde ich diese trotzdem hier präsentieren. Und wenn mir gar nichts einfällt, lasse ich den entsprechenden Film halt weg, denn hier gibt es natürlich auch keine (theoretische) Vollständigkeit wie im Hauptteil der Seite.

Also schaut regelmäßig auch hier mal vorbei! Auch hier gibt es in absehbarer Zeit die eine oder andere Perle zu entdecken oder zumindest gut gemeinte Ratschläge darüber zu finden, welche Filme ihr auf eurer Suche nach selbigen außerhalb des (regulären) Western-Genres besser nicht goutieren solltet.

Bislang habe ich hier allerdings nur die Erweiterung „Western-Serien“ im Programm. Ich habe lange überlegt, ob ich die Serien zu diesem Thema überhaupt hier unterbringen soll, denn eigentlich sind diese ja doch eine ganz andere Art von „Film“ und halten nur auf, aber es macht ehrlich gesagt zwischendurch dann doch immer wieder ziemlich viel Spaß mal einen Kurzfilm dieses Sujets zu gucken und anschließend seine Meinung darüber loszuwerden.

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