Der Marshal

True Grit

★★★★★

  • Jahr: 1969
  • Regie: Henry Hathaway
  • Darsteller: John Wayne, Glen Campbell, Kim Darby, Robert Duvall, Jeff Corey...

Story

Als Tom Chaney (Jeff Corey) ihren Vater erschießt und flieht, schwört die pfiffige Vierzehnjährige Mattie Ross (Kim Darby) nicht eher zu ruhen, als bis er tot ist. Sie heuert den trinkfesten Marshal Reuben „Rooster“ Cogburn (John Wayne) an, ihn mit ihr zu suchen. Nach einigem hin und her schließt sich ihnen noch der Texas Ranger La Boeuf (Glen Campbell) an, der es ebenfalls auf Chaney abgesehen hat. Bald finden die drei heraus, dass der Gesuchte sich wohl dem gefürchteten Lucky Ned Pepper (Robert Duvall) und dessen Bande angeschlossen hat. Also beginnt man die Jungs in den Bergen zu suchen und findet sie auch bald. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt, bei dem alle Banditen und La Boeuf sterben. Auch Mattie steht aufgrund eines Schlangenbisses kurz vor dem Ableben, aber Cogburn rettet sie. Nach diesem Abenteuer beschließen die beiden, Freunde zu bleiben.

Worte zum Film

„die etwas andere Story“; großartige Darsteller, gute Musik, traumhafte Kulissen; sehr witzig und unglaublich unterhaltsam

Bewertung

Zum Film:

„Der Marshal“ mit John Wayne in seiner legendären Hauptrolle als Rooster Cogburn. Auf den ersten Blick natürlich ein Hauptgewinn für jeden Fan. Allerdings ebenso mal wieder ein Streifen, der den großen Erwartungen, die man an ihn vor dem Gucken hat, eigentlich gar nicht gerecht werden kann. Schließlich hat der Duke hierfür wie wir alle wissen den einzigen Oscar seiner Karriere bekommen. Ein Mann, der über ein halbes Jahrhundert lang die Filmwelt in Hollywood so entscheidend mitgeprägt hat (vor allem natürlich die Abenteuer-Movies), wie kaum ein Zweiter. Für mich – und damit stehe ich dieses Mal wahrscheinlich gar nicht mal so alleine dar – sogar der größte Schauspieler, der je auf dieser Erde geweilt hat. Sicherlich muss man sein Privatleben dabei außen vor lassen, aber das muss man immer tun, wenn man Darsteller nach ihrer Leistung bewerten will. Und sicherlich war Wayne auch nicht der größte Techniker (wie etwa Stewart oder Fonda) und hat meistens den gleichen Typus Mann verkörpert, aber er hatte einfach eine Präsenz auf der Leinwand, die unerreicht ist und es auch bleiben wird. Sobald er auf der Bildfläche erscheint, weiß man einfach, wer der Boss ist und das wird ihm nie jemand nachmachen können. Und bei mindestens 20 denkwürdigen Auftritten seinerseits hat er nur diesen einen Oscar als Darsteller bekommen… Aber man weiß ja mittlerweile ganz gut, wie die Academy tickt. Wahrscheinlich hätte der Duke nie eine der begehrten Trophäen ergattert, eben weil er mehr über Ausstrahlung und Präsenz machte (als über Technik), wenn sich die Damen und Herren Verleiher damals nicht gedacht hätten „Irgendwann müssen wir dem mal einen geben; das ist so ein großer Schauspieler und Publikumsliebling. Wenn wir das nicht irgendwann mal nachholen, machen wir uns noch unglaubwürdig und unbeliebt.“ (genauso wie man 2003 auf einmal merkte, dass schwarze Darsteller bei den Preisverleihungen ja bis dahin auch nicht gerade mit Auszeichnungen überhäuft wurden und dieses Versäumnis dann gleich mal mit der Überreichung der Trophäe an Denzel Washington und Halle Berry als beste männliche und weibliche Hauptdarsteller versucht wurde, ein wenig wieder gut zu machen). Denn sicherlich geht es bei den Oscars auch um Leistung, aber sie ist eben lange nicht das einzig ausschlaggebende Kriterium. Und wenn man sich Waynes einzigen Academy-Award vor diesem Hintergrund dann mal ins Gedächtnis ruft, wirkt das schon gar nicht mehr so verlockend. Allerdings will ich vorsichtshalber  nochmal ergänzen, dass man beim Duke außer bei seinen frühen B-Movies immer auf eine Ausnahme-Leistung hoffen durfte (das sollte klar sein).

Und trotzdem: Regisseur Henry Hathaway lässt jetzt eigentlich auch nicht gerade auf einen Über-Western hoffen. Sicherlich war er damals ein ganz Großer und hat auch einige ganz ordentliche Filme wie etwa „Niagara“, „Held der Arena“ (aka „Circus-Welt“), „Land der 1.000 Abenteuer“, „Der Garten des Bösen“  oder „Schieß zurück, Cowboy!“ gemacht, aber was richtig Gutes hat er (außerhalb des „Marshals“ jetzt mal, den wollen wir uns ja jetzt erst begucken) sonst eigentlich nur einmal abgeliefert und das war relativ früh, nachdem er sich einen Namen gemacht hatte, nämlich 1954 mit „Prinz Eisenherz“. Und dann hat er ja vor allem auch im Western-Genre noch so einige Filme gemacht, die heute zwar als Klassiker gelten wie etwa „Nevada Smith“ oder „Die vier Söhne der Katie Elder“, deren Qualität ich doch aber erheblich anzweifle (ein Jahr vor’m „Marshal“ kam dann noch „Todfeinde“; der geht zwar noch, aber das Gelbe vom Ei ist der auch nicht). Ein Regisseur also, der zwar auch nie was so richtig Schlechtes gemacht hat (wie etwa Aldrich oder so), bei dem man ansonsten aber auf alles gefasst sein musste.

Und genau aus diesen Gründen kann „True Grit“, wie der Film ja im Original nach dem Roman von Charles Portis heißt, die hohen Erwartungen, die man an ihn im Vorfeld stellt, doch eigentlich gar nicht erfüllen, oder? Doch, er kann! Und damit lassen wir jetzt mal dieses Negativ-Vorgeplänkel. Auf alles gefasst sein zu müssen, heißt bei Hathaway nämlich auch, dass er einen wahren Western-Klassiker geschaffen hat, einen wahren Über-Western. Denn „Der Marshal“ ist eine von diesen ganz wenigen filmischen Ausnahmen, die es gibt. Einer von diesen Streifen, bei denen alles stimmt, bei denen man nichts vermisst und für die das Kino ursprünglich erfunden wurde. Und habe ich in meinem Review zu „Der letzte Wagen“ noch geschrieben, dass ich eigentlich gar nicht mehr von einem guten Film erwarte, als es dieser bietet, muss ich bei Hathaways Meisterwerk sagen, dass er doch nochmal ein ganzes Ende besser ist und somit genau das, was man sich insgeheim immer erhofft, wenn man einen Film einschiebt. Sicher geht man eigentlich nie davon aus, eventuell einen Fünfer sehen zu können, aber wenn’s dann doch mal klappt, ist man natürlich total happy.

Und in diesem Zustand der Ekstase befinde ich mich nach dem Schauen von „True Grit“ immer noch, der auf den ersten Blick wie ein ganz normaler John-Wayne-Western anmutet. In der Hinsicht nämlich, dass er seiner Zeit eigentlich ein wenig hinterherhinkt. Um das festzustellen, braucht man nur mal auf das Entstehungsjahr dieser Perle zu schauen: 1969. Denn dafür ist dieser Film einfach zu weit zurück. Zwar merkt man den Umschwung, der zu dieser Zeit in der Filmwelt stattfand, auch hier in der einen oder anderen Szene (zum Beispiel in der Stadt zu Anfang ein, zwei Mal), aber im Grunde ist „Der Marshal“ ein ur-klassischer Western. Man hätte aus Portis‘ Story nämlich sicher auch einen Abgesang auf das Genre machen können (so wie Peckinpah es im gleichen Jahr als einer der ersten mit seinem „The Wild Bunch“ tat), indem man zum Beispiel Cogburns Trunksucht noch mehr ausgebaut hätte, aber das wollte man offensichtlich nicht (das ist, wie ich vorher schon vermutete, tatsächlich eher der Ansatz-Punkt der Coen-Brüder bei ihrer Neuinterpretation der Geschichte aus dem Jahr 2011). Man wollte offensichtlich das Publikum noch einmal mit in die Western-Welt nehmen, in der noch Recht und Ordnung herrschte, in der die Männer noch echte Kerle waren (auch wenn Mattie sie in einiger Hinsicht dominiert, aber dazu kommen wir noch) und in der noch nach den alten Regeln gespielt wurde (heißt: keine Titten, kein Sex, vergleichsweise immer noch wenig Kunstblut und eine jugendfreie Ausdrucksweise). Das findet man bei Waynes Western ja häufiger, aber nur selten hat das so gut geklappt wie hier. Ein Jahr später versuchte Altmeister Howard Hawks das Gleiche bei „Rio Lobo“ und drehte eine Pferdeoper ur-klassischer Prägung mit ein wenig mehr Kunstblut, aber ansonsten auf die gleiche Art und Weise, allerdings mit nur mäßigem Erfolg. Und weil das bei diesem Streifen einfach so gut passt, sticht er schon allein von daher aus der langen, langen Liste der John-Wayne-Western heraus.

Das, was ihn aber so wirklich von den anderen Pferdeopern des Dukes unterscheidet und ihn von diesen abhebt, ist Portis‘ Story. Denn beim Western geht es ja um die immer neue Variation längst bekannter Themen; das macht ja mit seine Faszination aus. Dabei muss man dann aufpassen, dass man aus dem vorgegeben Rahmen nicht zu weit ausbricht (sonst hat es mit dem ursprünglichen Genre nicht mehr viel zu tun) und trotzdem etwas Neues beziehungsweise unerwartet Anderes erzählt. Man braucht also im besten Fall die „etwas andere Story“. Und genau die hat Portis mit seinem Roman ja auch geliefert. Schließlich steht hier eine Frau im Mittelpunkt der Geschehnisse, ist Dreh- und Angelpunkt und in einiger Hinsicht (nämlich zum Beispiel in finanzieller und in Sachen Zielstrebigkeit) sogar den Männern überlegen. Von daher passt diese Geschichte schon ins Jahr 1969, allerdings braucht Mattie, wenn es dann wirklich ums Überleben geht, dringend die Hilfe von Rooster Cogburn und La Boeuf; da kommt sie mit Mathematik dann auch nicht weiter. Das wäre in einem „aktueller“ angelegten Projekt sicherlich etwas anders gewesen. Und auch die Geschichte um den Mörder Tom Chaney, der bei der Lucky-Ned-Pepper-Bande unterkommt und die sehr interessante, weil unvorhersehbare Suche nach ihm, weisen sich als Glücksgriffe heraus. Da ist Spannung drin, da ergeben sich interessante Konflikte und seltsame Situationen, die man so vorher nicht erwartet hätte ((Spoiler) etwa die Szene mit Moon alias Dennis Hopper in der kleinen Hütte, dem stark angetrunken vom Pferd fallenden Cogburn oder die berühmte Sequenz, in der Cogburn die Zügel zwischen die Zähne nimmt und wild feuernd auf Lucky und seine Bande zureitet (Spoilerende)). Außerdem ist das Ganze – auch typisch für einen Wayne-Western – mal wieder urkomisch erzählt. Vor allem amüsiert natürlich die Art wie die männlichen Darsteller hier auf Mattie reagieren und mit ihr umspringen. Aber auch so Kleinigkeiten wie die Katze von Cogburn, die „General Sterling Price“ heißt, dessen Ausspruch „Sag mal La Boeuf, seit wann schießt man eigentlich auf Pferde?“, nachdem der Texas Ranger Ned Pepper verfehlt und nur dessen Tier getroffen hatte (um nur einen der besten Sprüche zu nennen) oder die Szene mit der Ratte ziemlich zu Anfang verbreiten beste Stimmung und zaubern dem Zuschauer mindestens ein Lächeln ins Gesicht (aber eigentlich dürfte da kein Auge trocken bleiben). Ich für meinen Teil habe mich jedenfalls köstlich amüsiert.

Und dann diese Darsteller… Einfach herrlich! Zuerst verwundert es einen ja schon, dass außer John Wayne hier kein weiterer Star (außer Duvall, aber der war zu dem Zeitpunkt noch keiner) und noch nicht mal ein bekanntes Gesicht mitspielt (außer Strother Martin, der einen wunderbaren Kurzauftritt hat, aber den wollen wir jetzt mal außen vor lassen (ebenso wie noch kleiner angelegte Parts wie etwa die von John Doucette oder Hank Worden, falls jetzt einer damit kommen möchte)). Aber wenn man Kim Darby und Glen Campbell erstmal kennen gelernt hat, braucht man auch überhaupt keine anderen Stars mehr. Beide machen ihre Sache absolut perfekt; so wie es sein muss. Man nimmt Darby die absolute Entschlossenheit ihrer Figur vollends ab und Campbell ist urkomisch als tollpatschiger Ranger. Da macht es gar nichts, dass man für die Rolle des Tom Chaney ((Spoiler) die ja auch lange nicht so wichtig ist, wie man zuerst vermuten sollte (Spoilerende)) mit Jeff Corey keinen so starken Mann mit an Bord hatte. Das, was er macht, reicht aus, bleibt aber nicht groß in Erinnerung. Robert Duvall als Lucky Ned Pepper ist da schon viel besser. Sicherlich nicht seine beste Leistung ever (wäre aber auch noch zu früh, der war er ja quasi noch in der „Entwicklungs-Phase“), aber schon eine ganz starke Performance mit dem Ansatz seines großartigen Lächelns, die schon erkennen lässt, was aus ihm werden sollte. Und der Duke höchst selbst? Der lässt mal wieder gar keinen Zweifel daran aufkommen, dass er nicht nur diesen Oscar, sondern auch eine Handvoll weiterer verdient gehabt hätte. Sobald er im Bild ist, füllt er die komplette Leinwand aus und stellt jeden in den Schatten. Er lässt mal wieder sowohl seine harte, als auch seine komische Seite voll zur Geltung kommen und macht diesen Marshal Reuben „Rooster“ Cogburn tatsächlich zu einer der besten Rollen seiner Karriere. Ob es aber nun wirklich seine allerbeste Leistung ist, will ich lieber nicht letztendlich sagen, dafür habe ich erstens noch viel zu wenig von ihm gesehen (er hat ja so viel gemacht) und zweitens kommen mir gerade noch so viele andere Filme mit ihm in den Sinn, in denen er auch bärenstark war und dann lege ich mich da lieber nicht fest. Sicher ist nur: Besser hätte diesen Part niemand spielen können! Ohne ihn wäre die Film-Welt einfach nur halb so gut.

Und (fast) sicher ist auch: Henry Hathaway dürfte wohl nie einen besseren Film gemacht haben als den „Marshal“. Kann mir nicht vorstellen, dass bei denen, die ich von ihm noch nicht gesehen habe (ist zwar auch ein Riesen-Haufen, aber seine „Klassiker“ habe ich fast alle durch), noch einer dabei ist, der das hier noch toppen könnte. Hatte mit Elmer Bernstein als Komponisten, Marguerite Roberts als Drehbuchautorin und vor allem Lucien Ballard als Kameramann ja auch eine klasse Crew, die ihn unterstützte (ich liebe zum Beispiel diesen Blick auf die Ross-Farm ganz am Anfang, auf dem dann der Vorspann abläuft – aber generell sagt selbst meine Schwiegermutter, dass man sich von dem Streifen eigentlich jedes Bild an die Wand hängen könnte und das will ja wohl was heißen). Wie gesagt ist „True Grit“ einfach eine filmische Ausnahme. Einer von den paar Filmen und noch weniger Western, die ihren Klassiker-Status völlig zu Recht tragen und die das Fan-Herz mit doppelter Geschwindigkeit schlagen lassen. Einer der besten Filme, die je gemacht wurden und das gilt natürlich in besonderer Form auch für das Western-Genre. Bessere Unterhaltung kann man zwar finden, aber man muss ewig lange danach suchen. Deswegen spart euch das und gönnt euch lieber diese Perle, die ins Weltkulturerbe aufgenommen werden sollte!

Übrigens: Thomas Danneberg und Arnold Marquis sind natürlich auch wieder zu geil hier.

Zur DVD:

Nicht Spektakuläres von Paramount, eine normale DVD mit sehr guter Bild- und Ton-Qualität mit dem Trailer als Extra drauf. Hab leider noch die alte Auflage, die damals rauskam, als DVDs noch was ganz Neues waren und an Blu-ray noch niemand gedacht hat. So hab ich natürlich das coole Repro-Poster auch nicht, das bei der Neuauflage dabei ist. Schade. Aber trotzdem Kaufempfehlung natürlich (heute gibt es dann ja wohl auch nur noch neuere Auflagen – im Moment wohl immer noch ohne Poster und dafür unter dem Originaltitel „True Grit“; die kam quasi mit dem Remake der Coen-Brüder raus).

Zur BD:

Mit letzterem Cover und Verleihtitel kommt dann bislang auch die Blu-ray zu diesem Streifen daher, die, was die Bild-Qualität angeht, tatsächlich noch mal einiges drauflegt. Das sieht wirklich perfekt aus; wie es dem Film gebührt! Ob das beim Ton auch so ist, kann ich nicht sagen, aber ich kann nicht über ihn klagen. Und wer zu dem Streifen endlich auch mal etwas an Bonusmaterial sehen wollte, wird hier auch endlich bedient:

  1. Audiokommentar von Jeb Rosebrook, Bob Boze Bell und J. Stuart Rosebrook: Hab ich mir wie immer noch nicht angeguckt, kann ich nichts zu sagen.
  2. „Wahres Schreiben“,
  3. „Die Arbeit mit John Wayne“,
  4. „Aspen Gold: Die Locations von True Grit“ und
  5. „Das Gesetz und die Gesetzlosen“ sind vier offensichtlich vor Kurzem erst gedrehte Kurz-Dokumentation (ca. fünf bis ca. zehn Minuten), die viel liebloser ehrlich gesagt nicht hätten gemacht werden können. Nicht nur, dass die Leute, die zu Wort kommen, natürlich mittlerweile bis auf ein paar wohltuende Ausnahmen mit der originalen Filmcrew nicht mehr viel zu tun haben, sondern diese haben generell mit dem Filmemachen relativ wenig zu tun. Es sind Historiker, Filmhistoriker oder Journalisten und wollen vor allem eines: zeigen, was sie doch für eine Ahnung haben und für coole Leute sind. Oder sie führen ein Lokal am Ort des damaligen Shootings und wollen Werbung für sich machen. Von daher werden sie nicht müde, Phrasen zu dreschen, Amerika und den Duke hochleben zu lassen und am Ende zu feiern, was für eine tolle Nation sie alle zusammen doch sind. Was wirklich Erkenntnisreiches kommt dabei die ganze Zeit nicht rum. Ein paar Anekdoten sind ganz nett, mehr aber auch nicht. Hätte man sich alles in allem klemmen und den Film einfach nur remastern können, wenn man mich fragt. Solche Sachen sind daran Schuld, dass wir manchmal empört ausrufen „Typisch, diese Amis!“
  6. Trailer: Immerhin den hat man uns mit raufgepackt.

Unter’m Strich lohnt sich das Upgrade auf BD trotzdem aber natürlich auf jeden Fall, da Paramount-Scheiben ja nicht die teuersten der Welt sind und die Qualität der „neuen“ Version einfach umwerfend ist.

Zitate

Deutsche Fassung:

„Das ist das einzig Wahre.“(Reuben „Rooster“ Cogburn über Whiskey)

[Mattie treibt den Pferdehändler von Fort Smith (Strother Martin) zur Weißglut, weil sie ein unheimlich zäher Verhandlungspartner ist und kehrt danach sogar noch mal zu ihm zurück] „Ich hatte gerade gehört, dass in der Main Street ein Mädchen kopfüber in einen 15 Meter tiefen Brunnen gefallen ist. Ich hatte schon gehofft, dass du es bist.“(der Pferdehändler verleiht seiner Freude über das Wiedersehen Ausdruck)

[Texas Ranger La Boeuf gibt an, schon mal aus einer Hufspur getrunken zu haben] „Wenn ich doch nur mal einen von euch jungen Texanern treffen würde, der noch nicht aus ’ner Hufspur getrunken hat. Dem würde ich auf die Schulter klopfen und ’ne ganze Kiste Whiskey schenken vor Freude.“(Cogburn ist auf Flunkereien nicht so gut zu sprechen)

[Cogburn beschreibt einem Ganoven Lucky Ned Pepper] „So’n Kleiner mit ’ner komischen Unterlippe…“ – „Komische Unterlippe?“ – „Na ja, die war nicht immer so, ich hab ihm da eine hinverpasst.“ – „In die Unterlippe? Auf was hatten Sie’s denn abgesehen?“ – „Auf die Oberlippe!“(Cogburn gesteht ein, auch nicht immer richtig zu zielen)

„Hier siehst du den berühmtesten Pferdetöter von El Paso.“(Cogburn stellt einem Freund La Boeuf vor, nachdem der zwar auf Ned Pepper gezielt, aber nur dessen Pferd getroffen hatte)

„Frauen sind nie großzügig. Ein Mann sollte nicht für eine Frau arbeiten, außer er ist geisteskrank.“(Cogburn spricht aus Erfahrung und gibt lebenswichtige Ratschläge)

Originalfassung:

„Looking back is a bad habit.“(Rooster Cogburn)

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