Chisum

Chisum

★★★★★

  • Jahr: 1970
  • Regie: Andrew V. McLaglen
  • Darsteller: John Wayne, Geoffrey Deuel, Forrest Tucker, Ben Johnson, Patric Knowles, Glenn Corbett, Andrew Prine, Christopher George, Richard Jaeckel...

Story

Nahe des Pecos leben zwei Großrancher: Der friedliebende John Chisum (John Wayne) und der gierige Lawrence Murphy (Forrest Tucker). Letzterer versucht seine Ziele mit allen Mitteln durchzusetzen, notfalls auch mit Gewalt. In der nahen Stadt kontrolliert er alle wichtigen Posten: die Bank, den Drug Store und den Sheriff Brady (Bruce Cabot). Nur Chisums Land fehlt ihm noch zu seinem Glück. Also geht er zum Angriff über und versucht mit den fiesesten Methoden, seinem Konkurrenten sowie diesem nahestehenden Personen zu schaden. Chisum, von seinem Freund und Nachbarn Henry Tunstall (Patric Knowles) dazu angehalten, versucht erst auf legalem Wege ihn zu stoppen, doch als das fehlschlägt, bleibt ihm nur der Kampf. Unterstützt wird er hierbei von William Bonney alias Billy The Kid (Geoffrey Deuel), Pat Garrett (Glenn Corbett), Alex McSween (Andrew Prine) und seinem Vorarbeiter James Pepper (Ben Johnson). Am Ende können Murphys Leute vertrieben werden und Ruhe kehrt ein. Murphy selbst wird von Chisum im Zweikampf getötet.

Worte zum Film

überragende Darstellerriege in erneut superklassischem, sehr gutem Western; gut inszeniert, gut fotografiert, mit gut umgesetzter historischer Grundlage; gute Musik

Bewertung

Zum Film:

„Chisum“ bietet: John Wayne in der Blüte seiner Karriere. Ein Jahr zuvor hatte er für „True Grit“ den Oscar als bester männlicher Hauptdarsteller bekommen und nicht nur aus diesem Grunde seinen Archetypus des Cowboys perfektioniert. „Chisum“ bedeutet: John Wayne in seinem letzten überragenden Western vor „The Shootist“. Der Duke hat ja ab 1959 generell so gut wie keinen wirklich schlechten Film gemacht (bzw. in einem solchen mitgewirkt, falls das jemand falsch verstehen möchte) und auch nach diesem hier sollte sich das nicht ändern, aber bereits der im selben Jahr veröffentliche Hawks-Vertreter „Rio Lobo“ war ja – im Vergleich – schon nicht mehr ganz so stark und der ganz große Wurf sollte nach „Chisum“ zumindest im Genre Western meiner Meinung nach auch nicht mehr gelingen. Klar sind auch die folgenden Pferdeopern (meist schon allein aufgrund von Waynes Präsenz) fast alle gut zu gucken, aber mit Ausnahme seiner letzten ist da kein Über-Western mehr bei herausgekommen. (Und klar sollte man das vielleicht auch einfach nicht von vorneherein erwarten, wenn man sich einen Film mit einem bestimmten Schauspieler ansieht, aber der Duke hat in dieser Zeit nun mal in der Regel die besten Drehbücher abgegriffen und steht generell mit seiner Art zu Spielen für genau den Westernhelden, den ich sehen will, sodass diese Erwartungen oder in den meisten Fällen auch einfach Hoffnungen sich irgendwann schlicht von ganz alleine einstellen.) Und daher ist „Chisum“: John Wayne at his best! Ein Western, wie wir ihn lieben. Genau so und nicht anders hat eine Pferdeoper zu sein; so sieht ein Fünf-Sterne-Film aus!

Natürlich aber wäre eine Beschränkung auf den auch in diesem Falle wieder grandiosen Hauptdarsteller allein aber zu kurz gegriffen. Hier haben alle Beteiligten ihr Bestes gegeben, damit das Beste dabei herauskommen konnte. Allen voran ganz klar Andrew J. Fenady. Andrew Fenady? Ja, ganz richtig, ich hatte mich auch erst gefragt, wer der Mann ist, der das Drehbuch hierzu verfasst hat und es ist auch keine Schande, ihn außerhalb dieses Streifens nicht zu kennen. Hiervor hat er gerade mal für einen Western das Script beigesteuert und ansonsten fast ausnahmslos für (und noch nicht mal wahnsinnig viele) TV-Projekte geschrieben. Fast noch öfter war er als Produzent tätig. Allerdings hat er sich offensichtlich etwas genauer mit dem Lincoln County War um den titelgebenden John Simpson Chisum sowie Henry Tunstall, Lawrence Murphy, Billy The Kid und Pat Garrett befasst und sich daher befähigt gefühlt, darüber einen Western zu schreiben. Und allein dieser Ausgangspunkt ist doch schon mal interessant. Dieser historische Ansatz ist ja einer, der Waynes Filmen in der Regel abgeht (als einzige Ausnahme fällt mir im Moment nur sein eigener „The Alamo“ ein).

Noch interessanter ist dann allerdings, dass Fenady gerade aufgrund seiner Kenntnis des Themas hier ein Drehbuch abliefern konnte, das alle Beteiligten zufrieden gestellt haben dürfte und auch heute noch jeden Zuschauer zufrieden stellen müsste. Er schmückt die Rolle des Ranchers Chisum groß genug aus, damit der Duke die Screentime und Präsenz bekommt, die er braucht und die wir erwarten. In Wahrheit scheint mir nach meiner Recherche Billy The Kids Rolle in dem ganzen Konflikt wesentlich größer und bedeutender für dessen Verlauf gewesen zu sein (Chisum war wohl eher Geldgeber und Nutznießer seiner Aktionen), aber man konnte John Wayne ja schlecht den Part des Outlaws überlassen. Allerdings wird auch dieser hier nicht vernachlässigt, Geoffrey Deuels Charakter ist der zweitwichtigste im Film und immerhin auch hier in der Regel der Grund für Wendungen im Storyverlauf. Desweiteren gelingt es Fenady den immerhin rund dreijährigen Konflikt auf seine wichtigsten tatsächlichen Eckpunkte herunterzubrechen, sodass er im Film wie sich über nur wenige Wochen hinziehend „in einem Guss“ abläuft. Selbstverständlich muss man ihm aus diesem Grunde diverse Raffungen (gerade bei der Schlacht von Lincoln zeigt sich dies, die in Wahrheit ganze vier Tage andauerte, während sie auf der Leinwand in etwa einen Tag in Anspruch nimmt) und andere kleine historische Ungenauigkeiten verzeihen ((Spoiler) so wurde genannte Schlacht beispielsweise natürlich nicht wie im Film mit Hilfe einer Horde Rinder, sondern mit Hilfe der guten, alten Armee entschieden, aber das hätte zum Duke natürlich nicht gepasst (ganz abgesehen davon, dass Chisum selbst an dieser Auseinandersetzung offensichtlich gar nicht beteiligt war) (Spoilerende)), aber im Kern bleibt er erfreulich realistisch ohne dafür im Gegenzug auf Spannung verzichten zu müssen (denn fesselnd ist das Geschehen auf dem Bildschirm von der ersten bis zur letzten Minute) – ganz im Gegenteil zieht er eher noch einen Vorteil daraus, (Spoiler) dass der echte William Bonney sich nach einer wahren Odyssee, in deren Verlauf ihm bereits mehrere Morde nachgesagt und angelastet wurden, von Henry Tunstall für die Zeit das County-Krieges anwerben und er das Morden offensichtlich tatsächlich so lange ruhen ließ, bis sein Brötchengeber selber hinterrücks umgebracht wurde. Und heutzutage vermag wohl niemand mehr zu sagen, ob Bonney nicht vielleicht wirklich, wie im Film dargestellt, vorhatte, doch noch etwas Vernünftiges aus seinem jungen Leben zu machen und ihn dieses Ereignis nicht vielleicht wirklich einfach wieder auf die schiefe Bahn brachte oder nicht. So spielt Fenady hier aber ganz bewusst mit unseren Erwartungen des geläuterten Pistoleros, der sich zwar im Innern geändert hat, dem die Gesellschaft das aber nicht zutraut, nur um uns in der Mitte der Handlung dann doch Bonneys Weg zurück zum Gesetzlosen zu beschreiben, den man dann schon gar nicht mehr erwartet hatte und der einen folglich überrascht. Einzig Chisums Behandlung von Billy The Kid ist leicht widersprüchlich, wenn der ihm aufgrund seiner Sheriff-Morde erst gebietet, sein Land nie wieder zu betreten (was der Wahrheit wohl ziemlich nahe kommt), um ihm am Ende für eine ähnlich dämliche Aktion, aus der er ihn erretten musste, fast auch noch zu danken. (Spoilerende)

Ansonsten aber baut er seinen Plot recht klassisch auf und genau das passt zum Duke ja auch am Besten. Dessen titelgebender Charakter ist wie bereits angedeutet am Ende die größte und strahlendste Figur; also alles so, wie es sein soll. Interessant in diesem Zusammenhang aber auch Fenadys Fingerspitzengefühl im Umgang nicht nur mit der Historie seiner Geschichte, sondern auch mit der bisherigen Karriere John Waynes. Dieser und dem fortgeschrittenen Alter des Dukes zollt er insofern Respekt, als dass Chisums erster Dialog mit Vorarbeiter James Pepper sich um die Vergangenheit dreht. Darum, was man alles geschafft hätte und wie die Zeiten sich geändert hätten. „Meistens verändern sich die Dinge zum Besseren.“ sagt der Rancher dann und es klingt so, als ob sein Darsteller damit auch über seine früheren Rollen und das sich ändernde Showgeschäft reden würde. So als ob er sagen wollen würde: „Haben wir bislang nicht eine großartige Karriere voller großartiger Filme hinter uns gebracht? Voller klassischer Western? Nun hält der Italowestern Einfluss in unsere Arbeiten und ob das so gut ist, wird sich noch zeigen, aber in aller Regel haben sich die Dinge ja zum Guten geändert.“. Und ja, es kann sein, dass ich diese Intro-Sequenz ein wenig überinterpretiere (in dieser Disziplin wäre ich dann ja nicht der einzige Rezensent), aber falls sie auch nur halb so gemeint gewesen sein sollte, wäre das eine großartige Idee von Fenady gewesen und wieso sollte man sich das nicht gerne so vorstellen dürfen?

Denn dass sich die US-Western bereits seit einigen Jahren in der Neuerfindung hin zum Spätwestern befanden, ist ja Fakt (Ben Johnson etwa hatte im Jahr zuvor zwar keinen Oscar gewonnen, dafür aber in einem der einflussreichsten Wegweiser dieser Epoche gespielt). Und dass sich die Filme mit dem Duke bisher eher dagegen sträubten, ist auch eindeutig („True Grit“ hatte aus meiner Sicht nämlich noch gar nichts von einem solchen). In diesem Zusammenhang bedeuten „Chisum“ und „Rio Lobo“ tatsächlich die Kehrtwende in seiner Karriere hin zu zwar weiterhin klassisch gestrickten US-Western mit aber trotzdem sichtbaren Einflüssen der italienischen Brüder. Im Jahr 1970 beschränkten sich diese zwar noch auf den vermehrten Einsatz von Blutbeuteln, heftigeren Shootouts und längeren Faustkämpfen, aber immerhin. Auch Regisseur Andrew V. McLaglen konnte sich dieser Weiterentwicklung schließlich nicht widersetzen. Alles in allem aber bleibt sein „Chisum“ wie gesagt eine klassische Angelegenheit und genau so soll es auch sein. Herrliche Landschaften, die auch ohne die Cowboys entzücken würden, fängt er hier unter Mithilfe seines vorzüglichen Kameramannes William H. Clothier ein. Gerade die Panorama-Shots vom Beginn sind der Wahnsinn (und hier insbesondere auch die kurze Fahrt die Anhöhe hoch, wenn Lloyd Battistas Neemo und seine Mannen auf diese zupreschen und wieder zurück, wenn er selbige runterreitet)! Seine Shootouts und Prügeleien können sich auch weiterhin sehen lassen und ganz generell muss man ihm im Jahr 1970 nach all der Erfahrung, die der gute Andy über die Jahre gesammelt hat, tatsächlich sogar eine bessere Western-Eignung attestieren als Altmeister Howard Hawks, gerade auch weil er es nicht übertreibt und seiner Linie treu bleibt (vgl. dazu meine Ausführungen zu Hawks Regiestil in der Bewertung des bereits mehrfach genannten „Rio Lobo“).

Eine ebensolche Eignung bekommt von mir der gesamte Cast dieses Werks ausgesprochen – und der ist ja nun nicht gerade klein. Das einzige, was man Fenady nämlich vorwerfen könnte, wäre, dass er für einen übersichtlichen Film eigentlich ein paar Figuren zu viel aufs Schachbrett stellt, um mal mit den Filmworten Lawrence Murphys zu reden. Allerdings war es ob der Fülle der tatsächlich am Lincoln County War beteiligten Personen sicherlich auch schwierig, da welche rauszulassen. Und so exquisit besetzt wie McLaglens Werk ist, stört man sich daran spätestens ab der zweiten Sichtung absolut nicht mehr. Denn an Stars mangelt es „Chisum“ ja nun wahrlich nicht. Selbst absolute Nebenrollen wie der erst spät in die Handlung eingreifende Dan Nodeen sind mit Leuten wie in diesem Fall Christopher George besetzt. Und auch wenn dieser in den Credits ja immer etwas zu weit oben aufgeführt wird (was seiner Screentime meiner Meinung nach nicht gerecht wird), einen schauspielerischen Vorwurf kann man ihm nicht machen, das ist astrein. Ansonsten erfreuen uns in weiteren (Neben-)Rollen Dauerbrenner wie Bruce Cabot, Richard Jaeckel, Ray Teal, Hank Worden oder John Agar, aber auch eher aus dem Fernsehen bekannte Leute wie Andrew Prine, Glenn Corbett oder Geoffrey Deuel. Gerade Letzterer verdient ein absolutes Sonderlob, denn er spielt mit Billy The Kid die neben Chisum wichtigste Figur dieses Streifens mit echter Bravour und es wundert einen vor diesem Hintergrund, dass er hiermit keine größere Karriere starten konnte.

Und als ob das alles nicht schon genug wäre, haben wir hier mit Pamela McMyler eine gute Sallie Chisum vorzuweisen und mit Lynda Day George sogar noch eine Sue McSween fürs Auge bekommen. Wem das immer noch nicht genug ist, dem sei gesagt, dass Patric Knowles als Henry Tunstall (der in Wahrheit zwar viel jünger war, aber egal) und Forrest Tucker als Bösewicht Lawrence Murphy ebenso absolut hinreißende Performances abliefern, auch wenn ihre Rollen am Ende natürlich ziemlich viele Klischees erfüllen. Das Herzstück dieses Films ist und bleibt aber natürlich der Duke höchst selbst, der hier aber vor allem auch vom Zusammenspiel mit Ben Johnson lebt. Noch nie durften sich die beiden, die ja wahrlich nicht selten zusammen vor der Kamera standen, so herrlich ergänzen wie hier. Sie sind göttlich! Wie sie sich die Bälle zuspielen und Grimassen schneiden, ist einfach nur köstlich! Und was Wayne alles so in Ruhe sagen kann (ich spiele auf die Szene mit dem Häuptling Weißer Büffel an, die liebe ich), wenn Arnold Marquis ihn spricht, ist sagenhaft. Allein wie der Mann das Wort „Rachenputzer“ auszusprechen in der Lage ist, ist ein Grund, sich diesen Film mal anzugucken bzw. anzuhören.

Und so brauche ich mich mit meinem Fazit auch gar nicht so lange aufzuhalten, denke ich. Ihr habt es sicherlich schon geschnallt: Nicht nur innerhalb des alleine schon großartigen John-Wayne-Universums, sondern gerade auch innerhalb unseres wunderschönen Lieblingsgenres nimmt „Chisum“ einen Sonderstatus ein. Mit seinen herrlichen Bildern, seinem unvergleichlichen Cast, McLaglens sicherer Regie und der bislang noch gar nicht erwähnten, aber tollen Musik von Dominic Frontiere gehört er mit zu den besten Western aller Zeiten (höchstens der einleitende Vorspann ist etwas zu lang und klischeebeladen geraten). Und auch wenn sich seine Lovestory mir nicht so ganz erschließen will, einen Platz unter den Top 50 sollte er sicherhaben. Von daher kann ich nur hoffen, dass er euch ähnlich gut gefallen wird wie mir. Aber dem Duke bei der Arbeit zuzuschauen ist doch immer wieder ein erhebendes Erlebnis, oder?

Zur BD:

Wisst ihr, warum ich Warner-Scheiben so liebe, obwohl die einem immer diese Amarays mit den Löchern drinne verkaufen und sich obendrein seit Jahr und Tag weigern, einem ein Wendecover anzubieten? Weil sie von den Major-Labels das mit Abstand beste Bonusmaterial zu bieten haben! Und das zeigt sich schon an so einer „Standard-BD“ wie der zu „Chisum“. Gerade im Vergleich mit den gerade besehenen Silberlingen zu „El Dorado“ und „Rio Lobo“ aus dem Hause Paramount, die ja glatt gar keinen Bonus draufhaben, zeigt sich das. Denn hier bietet Warner einem neben einem hervorragenden Bild und meiner Meinung nach auch Ton doch tatsächlich noch Folgendes an:

  1. Audiokommentar von Regisseur Andrew V. McLaglen: Und auch wenn ich mich weiterhin aus Zeitgründen weigere Audiokommentare zu schauen, es muss ja Leute geben, die das interessiert und für diese hat man hier dann ja einfach noch mal zwei Stunden zusätzliches Infomaterial mit raufgepackt.
  2. Dokumentation „John Wayne And Chisum“: Mich interessierte da natürlich schon viel eher diese Doku. Und auch wenn diese ganz offensichtlich zu Promo-Zwecken gedreht wurde und einem selbst keine weiteren Infos liefern kann, so heizte sie zumindest bei mir doch ungemein das Interesse an der Recherche der tatsächlichen Umstände des Lincoln-County-Weidekrieges an, den ich bis dahin noch gar nicht so wirklich als Grundlage dieses Streifens ausgemacht hatte. Und selbst wenn sie einem das nicht geben kann, so ist sie doch wenigstens ein interessantes Stück Zeitgeschichte (auch wenn sie durchaus ein paar Jahre später erst fürs Fernsehen gedreht worden sein könnte).
  3. Trailer: Die Paramount-Scheiben hatten ja nicht mal den drauf. So etwas passiert Warner in aller Regel nicht, was mich sehr freut.

Und so gehört neben dem Film unbedingt auch diese BD (oder eben die entsprechende DVD für den, der sich das Ding schon früher zugelegt hatte) in jede gut sortierte Sammlung, denn hiermit beweist Warner erneut: Auch „08/15-Silberlinge“ können einem viel Freude bereiten.

Zitate

„Meistens verändern sich die Dinge zum Besseren.“(John Chisum hat eine wesentlich positivere Einstellung zu Veränderungen als man meinen sollte)

[Chisum und seine Leute wollen ein paar Pferdediebe stellen] „Wie wollen wir vorgehen?“ – „Ich werde da runterreiten. Die Übrigen geben mir mit ihren Gewehren Deckung! [Chisum reitet los, aber entgegen seiner Anweisung kommt Vorarbeiter James Pepper trotzdem mit runtergeritten] Ich sagte…“ – „Ich hab verstanden, Mr. Chisum. Aber ich bin nicht die Übrigen!“(James Pepper kennt seinen Stellenwert auf der Ranch)

[der Kopf der Pferdediebe, Neemo (Lloyd Battista), bietet Chisum an, ihm die gerade gestohlenen Tiere wieder zurückzuverkaufen] „Hast du vielleicht n bisschen Gold dabei?“ – „Nein.“ – „Silber?“ – „Blei, sonst nichts.“(John Chisum reitet nicht gerne mit der vollen Brieftasche aus)

„Mag sein, dass wir Nachbarn sind, aber deshalb sind wir noch keine Freunde.“(John Chisum spricht gegenüber Lawrence Murphy wohl so ca. jedem zweiten Deutschen aus der Seele)

[Alex McSween kippt Chisum auf dessen Party leicht angedunt etwas Whiskey über die Jacke] „Ich hatte gehört, sie haben eine Schwäche für Bourbon.“ – „Ja, aber nur innerlich.“(John Chisum klärt den Unwissenden über die richtige Handhabung des Getränks auf)

„Ich brauche einen Arzt. Ich habe Blut verloren.“ – „Leider nicht genug.“(John Chisum ärgert sich darüber, dass man bei einem Insassen des Gefängnisses nicht besser gezielt hat)

„Warum so viel Wirbel um Chisum? Lasst mich mal auf ihn los! Dann wird’s in Lincoln ein plötzliches Begräbnis geben.“ – „Hmm, wahrscheinlich deins.“(Lawrence Murphy desillusioniert Jess Evans (Richard Jaeckel))

„Chisum ist ein Mann, der das Gesetz respektiert. Und ich – ich bin der Mann, dem das Gesetz gehört.“(Lawrence Murphy beweist Überblick über seine geschmierten Leute)

„Du hast ihn in Notwehr umgelegt, stimmt’s?“ – „Das nicht, aber dafür weniger umständlich.“(Dan Nodeen (Christopher George) macht im wahrsten Sinne des Wortes keine Gefangenen)

„Das ist immer n Zeichen, dass der Sattel anfängt zu rutschen, wenn einer Selbstgespräche führt.“(viel cooler, als James Pepper hier, kann man einen Vogel wohl nicht umschreiben)

„Billy will Rache, Mr. Chisum will Gerechtigkeit. Das ist ein großer Unterschied. Ein ebenso großer Unterschied ist zwischen Leidenschaft und Liebe.“(Pat Garrett hat eine merkwürdige Art, Sallie Chisum (Pamela McMyler) seine Zuneigung zu gestehen)

„Westlich von Dodge gibt’s kein Gesetz. Und keinen Gott westlich vom Pecos.“(im Film ein Sprichwort, das John Chisum zitiert)

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